Informationsveranstaltung zum Arbeitspaket 6 im Gasthof Lederer, Surheim
Präsentation zum Abschluss der Planungsarbeiten, WIFI Salzburg Saal I, Julius Raab Platz 2, Beginn: 10:15 Uhr
AP3, Offenes Deckwerk, Spatenstichfeier in Laufen - Oberndorf, Beginn: 10:30 Uhr
AP2, Naturschutzverhandlung Österreich am 01. und 02.07.2008; AP2, Forstrechts- verhandlung Österreich am 08.07.2008
AP2, Wasserrechtsverhandlung Österreich am 28.05.2008
AP2, Einreichung der Antragsunterlagen in Österreich
Umsetzung der lokalen Sicherungsmaßnahmen bei Oberndorf (AP3)
Informationsveranstaltung in Laufen am 16.02.2007 an der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL)
Spatenstich, lokale Sohlsicherungsmaßnahmen Laufen / Oberndorf, bayerische Seite
Flächige Sohlsicherung Fkm 46 (AP4) und Lokale Sicherungsmaßnahmen Laufen / Oberndorf (AP3): Naturschutzverhandlung Österreich
Salzach im ORF
Pressekonferenz zur Sanierung Untere Salzach
Flächige Sohlsicherung Fkm 46 (AP4) und Lokale Sicherungsmaßnahmen Laufen
/ Oberndorf (AP3): Wasserrechtsverhandlung Österreich
Generelles Projekt: Wasserrechtsverhandlung Österreich
UVP-Feststellungsverfahren positiv abgeschlossen: auf der österreichischen Seite ist keine UVP für die Durchführung der Maßnahmen erforderlich
Lokale Sicherungsmaßnahmen Laufen / Oberndorf: Einreichung Unterlagen Genehmigungsverfahren Bayern
Flächige Sohlsicherung Fkm 46: Einreichung Unterlagen Genehmigungsverfahren Bayern
Einreichung UVP-Feststellungsverfahren
Fertigstellung Generelles Projekt Fkm 64 bis 44
Die durch die Einengung der Salzach im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte Zähmung der ursprünglich so wilden Salzach bewirkte eine massive Eintiefung der Flusssohle der Salzach. Der Kies wurde und wird durch die Strömungskraft der Salzach ausgeräumt gleichzeitig bleibt durch Geschieberückhalt in den Zuflüssen zur Salzach der eigentlich erforderliche Nachschub aus. Unter den Kiesen stehen feine, stark erosionsempfindliche Seetone postglazialer Seen in den Beckenlandschaften an.
Sobald der Kies über diesem feinen Material ausgeräumt ist, kommt es zu einer schlagartigen, kaum prognostizierbaren Eintiefung der Salzachsohle. Dieses Ereignis wird in der Fachsprache als "Sohldurchschlag" bezeichnet. Beim Hochwasser im August 2002 kam es im südlichen Freilassinger Becken zu diesem Sohldurchlag auf einer Länge von mehreren Kilometern. Dabei wurden mehrere hunderttausend Kubikmeter Sohlmaterial durch die Strömungskraft der Salzach erodiert.
Eine Risikoanalyse kam zu dem Ergebnis, dass falls keine Maßnahmen ergrifffen werden, Eintiefungen von mehr als 10 m zu erwarten sind. Die Kosten für Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen betragen bis zu 300 Mio. €. Zusätzliche Kosten für Schäden infolge unbeherrschbarer lokaler Eintiefungen wurden mit bis zu 106 Mio. € abgeschätzt. Neben diesen enormen Kosten durch die unzureichende Vorhersagbarkeit der flussmorphologischen Vorgänge in den besiedelten Bereichen Gefahr für Leib und Leben der Bevölkerung, insbesondere in Laufen und Oberndorf aber auch in der Stadt Salzburg.
Die Eintiefung der Salzach wirkt sich ebenfalls dramatisch auf die Auenökologie aus. Mit der Eintiefung des Flusses sinkt der Wasserspiegel ab und damit der Grundwasserspiegel in den Salzachauen. Die Auen werden zudem seltener bei Hochwasser überflutet. Die in die Salzach einmündenden Seitengewässer werden von der Salzach entkoppelt, so dass die Fische und Kleinlebewesen nicht mehr zwischen Salzach und Nebengewässern wandern können.
Aus diesen Gründen ist eine umgehende Sanierung der Salzach zwingend erforderlich!
Der Eintiefungstrend ist nicht nur aufzuhalten, vielmehr muss die Flusssohle im Laufe der Zeit wieder ihre "Gleichgewichtslage" auf einem höheren Niveau finden. Dadurch kann zum einen die Gefahr des plötzlichen Sohldurchschlags wieder gebannt werden und damit die Städte Laufen und Oberndorf sowie Salzburg nachhaltig geschützt werden. Gleichzeitig wird dadurch auch die Verbindung der Salzach mit ihren Auen, den Nebengewässern und ihren Zuflüssen wieder verbessert. Die vorhandene Flora und Fauna wird dadurch nicht nur geschützt, es werden vielmehr auch die Rahmenbedingungen für die Wiederansiedlung von für die Salzachauen typischen Pflanzen und Tieren geschaffen.